歌词
Gluet am Horizont zeigt, dass es Tag wird.
Mi Blick verschwumme, doch-y weiss dass er klar wird.
Kribblig und nervös sitz-y uf em Bett, richt mi uff als neggschts, lueg was mi hett gweckt.
Dr Wecker träumt no – e Sältheit.
Y muess wägg elei, bi uf dr Wält drhei.
Kä quälte Geischt, zumindescht nümm so oft.
Zwei Kinder und e Frau, si sinn für mi wie Gott.
Glaube hett wär hofft, zwei Auge in mim Kopf.
E Härz wo für Euch klopft, kai Taugenixx wo floppt.
Steck s Blackbook vom Nachttisch in d Lädertäsche.
Drzue no das Buech wo mr sie hett gäh zum läse.
Schieb mi Lieblings-Kulli vom Suvretta House zu dr Zeedel in mim Kittel.
Han en extra kauft – passend zu dr Timbs, wo mi no wytt wänn trage – s Fueter rot wie Wyy, no chli styff am Krage.
Y stryych en glatt, wüsch en ab, kä Staub sticht ins Aug.
Früsch wie Champagner und dä Sound, mit Verlaub.
Vor dr Tür stürmt dr Herbscht.
Y stell mi taub.
Und bi wägg wie dr Wind, loss mi tryybe mit em Laub.
D Strosse sinn menscheleer.
S isch no z früeh fürs grosse Gläuf.
D Stadt schlooft.
Ihm gfallt d Illusion, als einzige wach z syy, vorwärts z koo, während dr Räscht rueht.
Wie frühener, won-er znacht dur dr Gasse zooge isch – dr Gleis entlang, won er bald druff fahrt.
Langsam bevölkered sich s Trottoir.
Mit Täsche und Pèret pflüeg-y mi dur d Lütt.
E Lächle uff dr Lippe, s belaschtet mi grad nütt.
Vor mr lytt dr Rhy.
Auge zue, ych schnuuf yy.
Hör mini Stadt, wo pulsiert wie dä Beat.
Vrbyy an Schaufänschter wo mi widerspiegle.
Ha scho schlächter ussgseh, hütt kasch mi z friede kriege.
Gil-Scott Heron im Ohr, är seit Running.
Doch hütt bin-y Flaneur, wos Handy nid mol abnimmt.
Mini Uhr, mi Gürtel, ufenander abgstimmt.
Mängmol weiss-y nid ob ych oder die Stadt spinn.
Beidi vrmuetlich.
Stolz, stur und muetig.
Sändebewusst, im Fluetlicht wenns muess syy.
Jede Schritt nimm' sie mit.
Hör s Gschrey vo dr Möwe.
Bi frey wie am Meer, so kann-y mi guet löse.
E Bild vo mine Liebschte im Handgepäck.
Damit sie mi begleite um die ganzi Wält.
Die erschte Sunnestrahle zwinkere dur d Wolke.
Dr Herbschtwind kützeled d Fahne überem Bahnhof.
S fallt em nid eifach, sini Liebschte e so zrugg z loh.
Trotzdäm – d Vorfreud durchströmt si Körper wie Adrenalin und e Pryyse vo sinere Unrueh, won-er nonig ganz hett könne ablegge.
Mängisch han-y s Gfühl, y bi ständig uf dr Flucht.
Egal wie wytt y renn, immer fehlt mr d Luft.
Links, rächts, links rächts.
Hütt tanz-y us dr Reihe – stinkfräch.
Luxus pur, wenn nid muesch Schritt halte.
Wien e Luxus Uhr, mini Zyt kasch nid zahle.
Hektik isch ab sofort e Schimpfwort.
Stress mi nid, ha dr Kopf voller Infos!
Es stimmt scho: Y kommentier sälte Grücht.
Aber falsch isch es nid, dass-y vor mr sälber flücht.
Normal – dasch kai Psycho bim rede.
E Vogel muess fliege zur Psychohygiene.
Wolke moole Bilder, vom Wind zerfätzt.
E Sunnestrahl verirrt sich, trifft mi Härz.
Mi Blick wird klärt dur e strahlendi Wand, will Basel die Stadt isch mit farbigem Abschied.
Mi Stadtbild: Graffiti, die schönschte vom Dare.
Do wirsch vrmisst, dä Abschied isch schwer.
Und dr Zug rollt südwärts, vrbyy an farbige Wänd, dr Visitekarte vo dere Stadt.
D Sunne hett ihr versteck verloh und lockt d Lütt us ihre Näschter.
S wird hektischer – Dörfer ziehn vrbyy und vrschwinde in Sekundebruchteil.
Alles in Bewegig.
Alles in Bewegig.